Sonderausstellung "Die Welt ist Klang"

(Vom 1 2. bis 30. 11. 2020, jeweils Sonntag von 14 - 17.00 Uhr und zu den Veran-staltungen, Eintritt frei) (bis auf weiteres wegen Corona nicht geöffnet!)

Diese Sonderausstellung wurde inspiriert durch das Musik- und Buchprojekt "Nada Brahma- Die Welt ist Klang"(1998) von Joachim Ernst Berendt, dem vom Südwestfunk Baden-Baden noch vielen bekannte (inzwischen verstorbenen) Musikvermittler  und Jazzexperten. Seine weit ausgreifende Interpretation von Musik (z.B. tönende Planeten, Pflanzen, Fische, Atome) und seine naturwissenschaftlichen sowie pilosophischen Exkurse führen zu dem Ergebnis, dass "Alles Eins ist" und wir alle die Welt sind. Mit anderen Worten: Wir können die Welt nicht verändern, wenn wir zuvor nicht uns selber verändert haben. Das betrifft auch das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung.

 

"Das Auge ergreift die Welt, das Ohr lässt sie herein"

 

Die Künstlerin Renate Kirchhof-Stahlmann hat zu diesem Motto Zeichnungen sowie verschiedene Bild- und Klanginstallationen geschaffen, die versuchen, eine Synthese und Versöhnung zwischen Auge und Ohr herzustellen, um die in Einzelteile zerfallende Welt wieder ganzheitlich wahrzunehmen. Dazu dienen ihr ausgangierte Musikinstrumente und Klangkörper, die mit anderen gestalterischen Elementen kombiniert werden, um Musik optisch und z.T. auch akustisch erfahrbar zu machen. In jedem Raum können vom Besucher Töne durch Zupfen, Schlagen, Trommeln, Blasen etc. erzeugt werden. Wir lernen wieder hören und achtsam die Welt zu betrachten.

 

 


Achtung! Die Veranstaltung wird wegen des Corona-Virus auf einen späteren Zeitpunkt verschoben!

Samstag 21. März 18.00 Uhr  "Abgelaufen"  - Pilgern und köstlich speisen

Aus drei Etappen des Jakobswegs zwischen Deutschland und Frankreich werden die Erlebnisse und Erfahrungen des Pilgers Jürgen Lassauer (Ottensoos) zu hören und zu sehen sein. Die Etappen sind: Rothenburg-Colmar (Schwäb. Alb, Schwarzwald Elsass), Colmar-Taizé (Haut Rhin, Bourgogne), Taizé-Le Puy en Velay (Rhone Alpes, Auvergne). Zu diesen drei Wegstrecken wird ein Menü in drei Gängen serviert, das der (IHK-geprüfte) Küchenmeister Maximilian Bork mit seiner  Frau Monika Bork (Ottensoos) zubereitet. Dabei kommen regional und im wesentlichen biologisch angebaute sowie auch "abgelaufene" (hygienisch und geschmacklich einwandfreie) Lebensmittel zum Einsatz. Die Begleitung mit der Gitarre übernimmt streckenweise Philip Jukl (ebenfalls Ottensoos).

Die Botschaft ist eine zweifache:

1. Durch nichts erschließt sich die Welt eindrucksvoller, gesünder und umweltverträglicher als durch Wandern und Laufen.

2. Der verantwortliche Umgang mit Lebensmitteln vermeidet das Wegwerfen qualitativ hochwertiger Produkte, strebt kurze Transportwege an und fördert den biologischen Landbau.

 

Teilnehmergebühr: 25 € pro Person (darin enthalten: Dia-Vortrag, Aperitiv, Bio-Getränke nach freier Wahl, 3-Gänge-Menü, Bedienung, Musik)

Anmeldung (mit Angabe evtl. Unverträglichkeiten und Allergien) unter: info@kulturbahnhof-ottensoos.de

Begrenzte Teilnehmerzahl!


Donnerstag 30. April 19.00 Uhr "Weniger Bauen - Besser Wohnen" (Konstruktive Vorschläge für Wohnen in lebendigen Ortschaften)

Vortrag von Daniel Fuhrhop (Architekt, Oldenburg)

Der Autor des  Buches  "Verbietet das Bauen" (oekom-Verlag 2915) plädiert dafür, alle Potenziale und Ressourcen des Bestandes auszuschöpfen und weiterzuentwickeln, bevor neue Flächen mit immer mehr Naturverbrauch für Gewerbe, Verkehr und Wohnen ausgewiesen werden. Gegen den umsichgreifenden Bauwahn, spekulative Investitionen, Zweit- und Drittwohnungen,  Flächenfraß, Abholzen der Wälder und Abriss von Häusern wehren sich viele Menschen. Es braucht innovative, mutige Ideen und Entscheidungen, um Altbauten zu erhalten, maßlose Wohnwünsche zu verhindern, Leerstand zu beseitigen und unsere Städte und Dörfer von innen neu zu beleben und zukunftsfähig zu machen. Da der Neubau in der Herstellungsphase und durch induzierten Verkehr viele Ressourcen verbraucht und  (trotz Energiesparhäusern) das Klima mehr be- als entlastet müssen neue Alternativen für das Wohnen aufgezeigt werden.

Daniel Fuhrhop hat dazu einen Katalog von 100 Werkzeugen entwickelt.

 

Eintritt 12 €