Sonderausstellung "Die Welt ist Klang"

(Vom 1 2. bis 30. 11. 2020, jeweils Sonntag von 14 - 17.00 Uhr und zu den Veran-staltungen, Eintritt frei) (ab Pfingstsonntag 31. Mai wieder geöffnet ! )

Diese Sonderausstellung wurde inspiriert durch das Musik- und Buchprojekt "Nada Brahma- Die Welt ist Klang"(1998) von Joachim Ernst Berendt, dem vom Südwestfunk Baden-Baden noch vielen bekannte (inzwischen verstorbenen) Musikvermittler  und Jazzexperten. Seine weit ausgreifende Interpretation von Musik (z.B. tönende Planeten, Pflanzen, Fische, Atome) und seine naturwissenschaftlichen sowie pilosophischen Exkurse führen zu dem Ergebnis, dass "Alles Eins ist" und wir alle die Welt sind. Mit anderen Worten: Wir können die Welt nicht verändern, wenn wir zuvor nicht uns selber verändert haben. Das betrifft auch das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung.

 

"Das Auge ergreift die Welt, das Ohr lässt sie herein"

 

Die Künstlerin Renate Kirchhof-Stahlmann hat zu diesem Motto Zeichnungen sowie verschiedene Bild- und Klanginstallationen geschaffen, die versuchen, eine Synthese und Versöhnung zwischen Auge und Ohr herzustellen, um die in Einzelteile zerfallende Welt wieder ganzheitlich wahrzunehmen. Dazu dienen ihr ausgangierte Musikinstrumente und Klangkörper, die mit anderen gestalterischen Elementen kombiniert werden, um Musik optisch und z.T. auch akustisch erfahrbar zu machen. In jedem Raum können vom Besucher Töne durch Zupfen, Schlagen, Trommeln, Blasen etc. erzeugt werden. Wir lernen wieder hören und achtsam die Welt zu betrachten.

 

 



Donnerstag 23. Juli 19.00 Uhr Die Transition-Town-Bewegung - Städte und Landkreise im Wandel

Vortrag von Jürgen Osterlänger (Maschinenbauer, Emskirchen Lkrs.Neustadt-Aisch)

Die hohe Empfindlichkeit einer hochgradig arbeitsteiligen, global verflochtenen, vom Markt und der Einkommenserzielung abhängigen Wirtschaftsweise wird uns durch das Corona-Virus, aber auch durch Viren der Cyber-Kriminalität drastisch vor Augen geführt. Diese Fragilität und Instabilität wird seit längerer Zeit noch verstärkt durch die sich auftürmenden Umweltprobleme, die sich u.a. im Arten-

schwund, dem Klimawandel und dem maßlosen Natur-, Rohstoff- und Energieverbrauch äußern. Dringend erforderlich sind deshalb -

nicht zuletzt zur Unterstützung politischer Entscheidungsträger -  aus der Zivilgesellschaft Initiativen und konkrete Aktivitäten auf lokaler Ebene zur Abschwächung dieser Gefahren. Die internationale Transition-Town-Bewegung strebt dies wesentlich durch Selbstorganisation an mit z.B. urban gardening, Tauschbörsen, repair-cafés, Dorfläden, Stärkung der regionalen Ver- und Entsorgung, lokalen Energie-netzwerken,food-sharing, car-sharing. Ziel ist der Wandel zu einer postfossilen, relokalisierten Wirtschaft mit einer stärkeren Sicherung von Grundbedürfnissen mit einer geringeren  Fremdversorgungsabhängigkeit und damit Störanfälligkeit (höhere Resilienz).

Wie dieser Wandel in kleinen Schritten organisiert und (auch mit den politischen Entscheidungsträgern) gestaltet werden kann berichtet

Jürgen Osterlänger aus seinen Erfahrungen mit dem Landkreis Neustadt Aisch. Er ist seit 2019 mit einem Orga-Team und 5 Themen-  

                                                              gruppen dort erfolgreich tätig.

 

                                                              Eintritt 10 €

 

Donnerstag 10. September 19.00 Uhr "Weniger Bauen - Besser Wohnen" (Konstruktive Vorschläge für Wohnen in lebendigen Ortschaften)

(Die Veranstaltung wird wegen der Corona-Pandemie auf den 10. September 19.00 Uhr verschoben !)

Vortrag von Daniel Fuhrhop (Architekt, Oldenburg)

Der Autor des  Buches  "Verbietet das Bauen" (oekom-Verlag 2915) plädiert dafür, alle Potenziale und Ressourcen des Bestandes auszuschöpfen und weiterzuentwickeln, bevor neue Flächen mit immer mehr Naturverbrauch für Gewerbe, Verkehr und Wohnen ausgewiesen werden. Gegen den umsichgreifenden Bauwahn, spekulative Investitionen, Zweit- und Drittwohnungen,  Flächenfraß, Abholzen der Wälder und Abriss von Häusern wehren sich viele Menschen. Es braucht innovative, mutige Ideen und Entscheidungen, um Altbauten zu erhalten, maßlose Wohnwünsche zu verhindern, Leerstand zu beseitigen und unsere Städte und Dörfer von innen neu zu beleben und zukunftsfähig zu machen. Da der Neubau in der Herstellungsphase und durch induzierten Verkehr viele Ressourcen verbraucht und  (trotz Energiesparhäusern) das Klima mehr be- als entlastet müssen neue Alternativen für das Wohnen aufgezeigt werden.

Daniel Fuhrhop hat dazu einen Katalog von 100 Werkzeugen entwickelt.

 

Eintritt 12 €

 


Donnerstag 12. November 19.00 Uhr Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) - Von der Utopie zur Realität

Vortrag von Ronald Blaschke (Diplom Philosoph und Diplom Pädagoge, Dresden)

Die Diskussion über eine finanzielle Grundsicherung bzw. ein  garantiertes Grundeinkommen ist so alt wie die Diskussionen über den gerechten Lohn und eine gerechte Wirtschaftsordnung. In den letzten Jahren hat sie wieder an Fahrt aufgenommen durch die auseinanderklaffende Verteilungsschere zwischen Arm und Reich, die Kritik an den Auswüchsen des Kapitalismus, die Furcht vor Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten bei gleichzeitig hoher Marktabhängigkeit und Fremdversorgung. Ökologische und soziale Erwägungen sowie die Zielvorstellung einer Postwachstumsgesellschaft beziehen das BGE regelmäßig in ihre Überlegungen mit ein. Dabei  werden verschiedenste Modellvorstellungen entwickelt (und z.T. auch praktiziert). Selbst in Unternehmerkreisen stößt das Konzept auf Sympathien (z.B. beim dm-Gründer Götz Werner oder dem SIEMENS-Vorstand Joe Kaeser).

Ronald Blaschke hat 2004 das Netzwerk Grundeinkommen mitgegründet und weiß die Vor- und Nachteile des BGE abzuwägen. Es wird auch in den Tubulenzen der Corona-Krise und dem notwendigen Wandel zu einer Kultur und Ökonomie der Nachhaltigkeit nicht an Bedeutung verlieren.

 

                                                               Eintritt 10 €