Das beHerrschende Thema des Jahres

Sonderausstellung "Die Welt ist Klang"

(Vom 1 2. bis 30. 11. 2020, jeweils Sonntag von 14 - 17.00 Uhr und zu den Veran-staltungen, Eintritt frei)

Diese Sonderausstellung wurde inspiriert durch das Musik- und Buchprojekt "Nada Brahma- Die Welt ist Klang"(1998) von Joachim Ernst Berendt, dem vom Südwestfunk Baden-Baden noch vielen bekannte (inzwischen verstorbenen) Musikvermittler  und Jazzexperten. Seine weit ausgreifende Interpretation von Musik (z.B. tönende Planeten, Pflanzen, Fische, Atome) und seine naturwissenschaftlichen sowie pilosophischen Exkurse führen zu dem Ergebnis, dass "Alles Eins ist" und wir alle die Welt sind. Mit anderen Worten: Wir können die Welt nicht verändern, wenn wir zuvor nicht uns selber verändert haben. Das betrifft auch das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung.

 

"Das Auge ergreift die Welt, das Ohr lässt sie herein"

 

Die Künstlerin Renate Kirchhof-Stahlmann hat zu diesem Motto Zeichnungen sowie verschiedene Bild- und Klanginstallationen geschaffen, die versuchen, eine Synthese und Versöhnung zwischen Auge und Ohr herzustellen, um die in Einzelteile zerfallende Welt wieder ganzheitlich wahrzunehmen. Dazu dienen ihr ausrangierte Musikinstrumente und Klangkörper, die mit anderen gestalterischen Elementen kombiniert werden, um Musik optisch und z.T. auch akustisch erfahrbar zu machen. In jedem Raum können vom Besucher Töne durch Zupfen, Schlagen, Trommeln, Blasen etc. erzeugt werden. Wir lernen wieder hören und achtsam die Welt zu betrachten.

 

 



Das diesjährige Motto zum "Tag des offenen Denkmals" behandelt die Frage, wie nachhaltig unser Kulturerbe ist. Welches Denkmal wäre da besser geeignet auf Klimaschutz, Ökobilanz, Ressourcenverbrauch, Wiederverwendung, Reparatur etc. Antworten zu geben als der Kulturbahnhof Ottensoos, der unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sowohl saniert wurde als auch seit 8 Jahren ein umfangreiches Programm zu dieser Thematik zu bieten hat ?

Wir sind gespannt auf Ihre/Eure Fragen am Sonntag, den 13. September zwischen 14 und 18 Uhr !

Gleichzeitig kann im Kunstmuseum Renate Kirchhof-Stahlmann die Sonderausstellung "Die Welt ist Klang" besichtigt werden mit der Möglichkeit, selbst Musik zu machen.

Der Film "Der letzte Halt" (Sanierung bis zur Eröffnung) sowie Einblicke in das Gebäude können

                                                                                                         außer in unserer website auch unter www.Tag-des-offenen-Denkmals.de/Veranstaltungen  abgerufen werden.

 

                                                                                                         Bitte Schutzmasken mitbringen. Der Eintritt ist selbstverständlich frei !

 

 

Donnerstag 1.Oktober 19.00 Uhr Obstwiesen im Nürnberger Land - Naturparadiese zur Neuentdeckung alter Obstsorten

Vortrag von Ottmar Fischer

Unsere Vorfahren hatten durch das Anlegen von Obstwiesen das ökologisch und klimatisch Vernünftigste getan; denn Ökologen sind heute überzeugt, dass Streuobstwiesen die letzten wirklichen Grünlandrefugien sind, in denen viele hochbedrohte Arten der Feldflur überleben können. Gleichzeitig sind alte Obstsorten ein wichtiges genetisches Reservoir.

Mit seinem Vortrag zeigt der Vorsitzende der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb Ottmar Fischer die wichtige Bedeutung der Landschaftsobstbäume und der alten Apfel- und Birnensorten auf. Eine große Sortenschau  mit Angebot von Produkten der Streuobstwiesen schließt sich am Samstag und Sonntag  von jeweils 11.00 - 17.00 Uhr an. Am Sonntag den 4. Oktober bestimmt ein ausgewiesener Pomologe mitgebracht Apfel - und Birnensorten.

Für den Vortrag ist wegen der begrenzten Teilnehmerzahl eine Anmeldung nötig (tel. 09123/6518 bzw. info@kulturbahnhof-ottensoos.de). Bitte auch Atemschutzmasken

nicht vergessen!                                                     Für Vortrag und Sortenschau ist der Eintritt frei!

 

 

Donnerstag 12. November 19.00 Uhr Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) - Von der Utopie zur Realität

Vortrag von Ronald Blaschke (Diplom Philosoph und Diplom Pädagoge, Dresden)

Die Diskussion über eine finanzielle Grundsicherung bzw. ein  garantiertes Grundeinkommen ist so alt wie die Diskussionen über den gerechten Lohn und eine gerechte Wirtschaftsordnung. In den letzten Jahren hat sie wieder an Fahrt aufgenommen durch die auseinanderklaffende Verteilungsschere zwischen Arm und Reich, die Kritik an den Auswüchsen des Kapitalismus, die Furcht vor Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten bei gleichzeitig hoher Marktabhängigkeit und Fremdversorgung. Ökologische und soziale Erwägungen sowie die Zielvorstellung einer Postwachstumsgesellschaft beziehen das BGE regelmäßig in ihre Überlegungen mit ein. Dabei  werden verschiedenste Modellvorstellungen entwickelt (und z.T. auch praktiziert). Selbst in Unternehmerkreisen stößt das Konzept auf Sympathien (z.B. beim dm-Gründer Götz Werner oder dem SIEMENS-Vorstand Joe Kaeser).

Ronald Blaschke hat 2004 das Netzwerk Grundeinkommen mitgegründet und weiß die Vor- und Nachteile des BGE abzuwägen. Es wird auch in den Tubulenzen der Corona-Krise und dem notwendigen Wandel zu einer Kultur und Ökonomie der Nachhaltigkeit nicht an Bedeutung verlieren.

 

                                                               Eintritt 10 €