Entwurf !

Energie

Energie ist eine "Metaressource", die den Einsatz von Rohstoffen, Flächen, Lärm, Abgasentwicklung und den Naturverbrauch maßgeblich beeinflusst. In erster Linie muss deshalb darauf geachtet werden sparsam mit ihr umzugehen. Das gilt auch für die Energiewende und den Umstieg auf regenerative Energieträger.

Etwa die Hälfte der von uns verbrauchten Energie geht in die Wärme, 25% in den Verkehr, 15% in den Strom und 10% in Sonstiges. Deutschland erzeugt mittlerweile (2020) 50% des Stroms aus regenerativen Energiequellen, im Landkreis Nürnberger Land sind es erst ca.10%.

Die Gemeinde Offenhausen ist Vorreiterin im Ausbau erneuerbarer Energien. Mit tatkräftiger Unterstützung durch Bürgermeister und Gemeinderat wurden 2011 die Bürgerenergiewerke Offenhausen e.G. (www.buergerenergie-offenhausen.de) gegründet, die seither Strom- und Wärmeerzeugung auf regenerative Energieträger umstellen, für Grünstrom  (Mitglied der Regio-Energie Strom Gesellschaft), umweltverträgliche Wärmenutzung und Energiesparmaßnahmen werben und zum "Tag der Sonne" (31.5.2018) einladen.

5 Windkraft-, 49 Phofovoltaik-,2 Wasserkraft- und 2 Biomasseanlagen erzeugen ca.35.000MWh Strom pro Jahr und damit das Dreieinhalbfache des kommunalen (gewerblichen und privaten) Stromverbrauchs. 25.000MWh können quasi "exportiert" werden. Die Wärmeversorgung aus Biomasse (Holz, Biogasabwärme) trägt ca. zu einem Drittel zur kommunalen Autarkie bei.

Eine ähnliche Strategie der Selbstversorgung mit regenerativer Energie verfolgen die Bürgerenergiewerke Schnaittach e.G. (www.bew-schnaittachtal.de). Die Aktivitäten (PV-, Windkraftanlagen, Nahwärmenetze mit Blockheizkraftwerken) gehen dabei über das enge Gemeindegebiet hinaus.

 

Ernährung

Die Regionalisierung der Nahrungsmittelversorgung, die Eigenversorgung mit Obst und Gemüse aus dem Garten und die Vermeidung weggeworfener Lebensmittel verhindern Transportströme, liefern frische Qualität und stabilisieren die Versorgungsstruktur auf lokaler Ebene. Der biologische Landbau mit der Vermeidung von synthetischen Pestiziden und mineralischem Dünger schont nicht nur Böden und Gewässer, sondern reduziert Treibhausgase und erhält den Artenreichtum auf Flur und Feld.

In Deutschland gibt es inzwischen (2020) 10'% Bio-Ackerflächen. Im Landkreis  Nbg. Land liegt der Flächenanteil mit 11% geringfügig höher (60 Betriebe mit 2000 ha). Das Ziel der Breg mit 20% Öko-Ackerflächen und -Wiesen soll bis 2030 erreicht werden.

Verbandsübergreifend haben sich ökologisch wirtschaftende Landwirte, Imker, Gärtner und Verbraucher zusammengeschlossen www.die-biobauern.de. Solidarische Landwirtschaft in enger Kooperation zwischen Konsumenten und Produzenten findet sich in Vorderhaslach www.vorderhaslach.de und im Reimehof www.reimehof.de.

Bioläden gibt es in Lauf undHersbruck (www.dein-biomarkt.de), Röthenbach, Feucht und Altdorf (www.ebl-naturkost.de); darüberhinaus auch in Schnaittach (Christina Müller-Maul, Marktplatz 5, tel. 09153/9703713.

Regionale Produkte werden von Direktvermarktern (ca.150) (www.direktvermarktung.nuernberger-land.de), Wochenmärkten und Hofautomaten "rund um die Uhr"  (z.B. Reichenschwand, Regelsmühle, Dorfhaus) angeboten. Auch über das Portal (www.wirsind.marktschwaermer.de) können regionale Anbieter und Nachfrager zusammenfinden.

In Schönberg, Simonshofen, Vorra, Obertrubach sind Dorfläden entstanden, die ebenfalls in erster Linie regionale Produkte im Sortiment haben.

Die Streuobstwieseninitiative Hersbrucker Alb e.V. fördert die Anpflanzung und Verwertung alter Obstsorten (www.streuobstinitiative-hersbruck.de).

Der Verein Grünspecht e.V. in Happurg fördert mit Anpflanzungen (z.B. Nussbäume, Edelkastanien, Beerensträucher) Permakulturen und trägt damit zur Stärkung regionaler Versorgungskreisläufe bei. Veranstaltungen im Freien dienen einer zukunftsweisenden achtsamen Verbindung mit der Natur (www.gruenspecht-ev.de)

Food sharing saver sammeln übrig gebliebene, hygienisch einwandfreie Lebensmittel und verteilen sie (oft über WatsAPP) ohne Prüfung der Bedüftigkeit an

interessierte Haushalte (Registrierung über www.foodsharing.de).

Die Tafel organisiert Lebensmittelverteilung an Bedürftige über Ausgabestellen in Altdorf, Feucht, Hersbruck, Lauf, Röthenbach, Schwaig,Schwarzenbruck, Winkelhaid, Schnaittach, Burgthann. 100 kleine und große Betriebe unterstützen die Tafel mit ihren vielen freiwilligen HelferInnen (www.nuernberger-land-tafel.de).